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Hansa Green Tour

Hansa Green Tour 2017

Geballte grüne Mobilität 

Ostfriesen begleiteten achte Hansa Green Tour

Emden – 31 Nachhaltigkeitsexperten aus drei Ländern haben sich in der vergangenen Woche an der so genannten Hansa Green Tour beteiligt. Während der dreitägigen Reise, die die Teilnehmer in Fahrzeugen mit Elektro-, Gas- oder Hybridantrieben von den Niederlanden über Deutschland bis nach Dänemark führte, standen zahlreiche „grüne“ Stationen auf dem Programm. Aus Emden waren Dr. Stephan Kotzur und Kerstin Wunder von der Netzwerkinitiative greentech OSTFRIESLAND sowie Bernd Bureck für die Zukunft Emden GmbH und das Kompetenzzentrum AUTOMOTIVE der Wachstumsregion Emsachse mit am Start.

Die Hansa Green Tour geht auf eine Initiative mehrerer niederländischer Unternehmer zurück. Mit der Aktion, die in diesem Jahr bereits zum achten Mal umgesetzt wurde,  soll das Bewusstsein der Bevölkerung über Produkte und Technologien zum Thema Nachhaltigkeit im Nordwesten Europas gestärkt werden. An der Tour beteiligen sich in jedem Jahr zahlreiche Unternehmer, Institutionen, Politiker und weitere „grüne“ Akteure. „Wir möchten uns gegenseitig inspirieren und neue Partnerschaften ermöglichen“, so Tourorganisator Roel Swierenga.

b70794c1-0134-479c-aec3-ac5a053e4950Startpunkt der Tour am 20. Juni war der Agriport A7 im niederländischen Middenmeer, der größte Gewächshauskomplex der Welt. Dieser wird komplett mit Hilfe von Geothermie beheizt. Diese erste Etappe wurde auch vom niederländischen Minister für Nachhaltigkeit, Verwaltung und Kultur von Noord-Holland, Jack van der Hoek, begleitet. Weitere Stationen des ersten Reisetages waren die Enexis Group in Zwolle, der größte Stromnetzanbieter der Niederlande, sowie die Energy Academy Europe in Groningen.

Im VW Werk in Emden wurde am zweiten Tag der Tour gemeinsam mit den Führungskräften des Emder Werks  und der Hochschule Emden/Leer über die Zukunft der Mobilität diskutiert. Wie Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz betonte, sei die Region prädestiniert dafür, nachhaltigen Themen wie der Elektromobilität einen höheren Stellenwert einzuräumen. Dies könne jedoch nur im Zusammenschluss mehrerer Befürworter gelingen. „Man braucht die Menschen, die  dafür brennen“, so Kreutz.  Anschließend hatte die Delegation die Gelegenheit,  die Produktionsreihe des VW Passat GTE zu besichtigen.

Besuch im Climate Planet in Arhus. Auf dem Globus wurde ein imposanter Film zum Klimawandel gezeigt, der zum Nachdenken anregt.

Besuch im Climate Planet in Arhus. Auf dem Globus wurde ein imposanter Film zum Klimawandel gezeigt, der zum Nachdenken anregt.

Weiter ging es zum Green Tec Campus nach Enge-Sande in Nordfriesland. Der Standort ist spezialisiert auf die Ansiedlung von Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen. Die Teilnehmer der Tour nutzten die Gelegenheit,  an einem offshore-Sicherheitstraining der OffTEC teilzunehmen. Im maritimen Trainingszentrum können bis zu 2,8 Meter hohe Wellen erzeugt werden. Freiwillige der Delegation konnten sich bei leichtem Wellengang in ein Rettungsboot begeben, aus dem sie mit einem Rettungskäfig befreit wurden.

Ziel des letzten Tages der Hansa Green Tour war Dänemark. Nach einem Besuch des GreenTech Centers im dänischen Vejle und dem dort angesiedelten Resilience House war der Climate Planet in Arhus die nächste Etappe für die Reisenden. Der Climate Planet ist ein begehbarer Globus mit einem Durchmesser von 24 Metern. Im Inneren befindet sich eine weitere Weltkugel,  auf der ein Film in eindrucksvoller Weise die Auswirkungen des Klimawandels zeigt. Weiter ging es zum Hydrogen Valley in Hobro. Dabei handelt es sich um eine Biogasanlage mit der modernsten Wasserstoffproduktionsanlage Europas. Dort können Wasserstoff und Sauerstoff aus Windkraft und Grundwasser hergestellt werden. Der Wasserstoff kommt anschließend unter anderem als alternativer Kraftstoff in Autos zum Einsatz.

„Mit der Beteiligung von greentech OSTFRIESLAND und AUTOMOTIVE der Ems-Achse an der Hansa Green Tour sind neue, wichtige Partnerschaften entstanden. Die Hochschule Emden/Leer und die Zukunft Emden GmbH verdeutlichen mit ihren beiden Initiativen ihre Absicht, Zukunftsthemen wie die Erneuerbaren Energien, Digitales und Automotive, gemeinsam voranzubringen“, so Bureck.