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„Innovatives Ostfriesland“: Die Krise als Chance verstehen

Hochschule und IHK stellen Strukturwandel-Konzept vor.

Mit einem innovativen Strukturwandel-Konzept möchten die Hochschule Emden/Leer, die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, die vier ostfriesischen Gebietskörperschaften und das Amt für regionale Landesentwicklung beim Bund um Fördergelder für die Region werben. „Innovatives Ostfriesland“ lautet der Name des Projektes, über das Hochschule und IHK am Donnerstag in einer digitalen Fachkonferenz informierten. Rund 120 Teilnehmer haben sich zu der Veranstaltung eingeloggt: „Es gibt bundesweit kaum eine Region mit einem derartigen Entwicklungspotenzial wie Ostfriesland“, so der Präsident der Hochschule Emden/Leer, Prof. Dr. Gerhard Kreutz. Bei dem Projekt „Innovatives Ostfriesland“ gehe es nun darum, die Chancen des Strukturwandels zu nutzen: „Die Themen Wasserstoff, Logistik, Building Control und Automation sowie Kulturtourismus sind dabei wichtige Innovationsfelder in unserer Region.“

Konkret geht es bei „Innovatives Ostfriesland“ um eine Fördersumme in Höhe von acht Millionen Euro, die der Bund für nachhaltige Strukturwandel-Konzepte auslobt. Das Projekt ist Bestandteil des Bundesförderprogrammes „Wandel durch Innovation in der Region“ (kurz: WIR), mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung strukturschwache Regionen stärken möchte. Von 130 Antragstellern, die sich in einer Konzeptphase auf den Fördertopf bewarben, hat „Innovatives Ostfriesland“ als eines von 44 Bündnissen überzeugt. Nun gehe es darum, dass sich Ostfriesland als eine von rund 25 Regionen für die Umsetzungsphase qualifiziert und damit an die begehrte Förderung kommt.

„Wenn man sich die Geschichte unserer Region anschaut, dann ist festzustellen, dass wir den Strukturwandel bereits seit den 80er Jahren sehr erfolgreich bewältigen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Torsten Slink. Bei dem WIR-Projekt gehe es nun darum, diesen erfolgreichen Strukturwandel weiterzuentwickeln: „Es ist wichtig, dass wir unseren gegenwärtigen Zustand nicht als Krise verstehen, sondern als Chance“, sagt Slink.

Ähnlich sieht es der Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Franz-Josef Sickelmann. Er betonte vor allem die zukünftige Bedeutung des Energiesektors für die Region: „Ostfriesland ist ein künftiger Energieversorger und wird damit eine Vorreiterrolle im Wettbewerb der Regionen einnehmen“, sagt er und mahnt: „Was nicht passieren darf, ist, dass in der Region die Energie erzeugt und woanders vermarktet wird.“ Er rät den Ostfriesen zu Einigkeit in ihren Forderungen: „Es muss deutlich werden, dass die Region in diesem Punkt an einem Strang zieht und gemeinsam agiert.“

Der Leiter PR und Marketing des Innovations-Clusters „it’s OWL“, Wolfgang Marquardt, hatte bereits in einem ähnlichen Wettbewerb für die Region Ostwestfalen-Lippe einen hohen Millionenbetrag eingeworben und den Machern des WIR-Projekts am Donnerstag Tipps für ihre Innovationsstrategie gegeben: „Es ist wichtig, die Unternehmen in den Prozess einzubinden.“ Er rät unter anderem zu Leitinterviews, in denen die Betriebe und Institutionen über ihre Herausforderungen für die Zukunft sprechen können.

Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Kreutz, ist optimistisch: „Wir haben ein super Konzept. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem, was wir bereits jetzt erreicht haben in jedem Fall weiterarbeiten können.


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