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Offshore-Stammtisch

Hochschule will Offshore-Spezialisten ausbilden

Bildunterschrift (v.l.): Dr. Jan Amelsbarg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK), Prof. Dr.-Ing. Jann Strybny vom Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden/Leer, Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz und Dieter Janssen, Geschäftsführer der Elektrotechnischen Werke Rolf Janssen.

(v. l.): Dr. Jan Amelsbarg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK), Prof. Dr.-Ing. Jann Strybny vom Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden/Leer, Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz und Dieter Janssen, Geschäftsführer der Elektrotechnischen Werke Rolf Janssen.

Offshore-Stammtisch traf sich bei Rolf Janssen in Aurich

Emden/Leer – Zum traditionellen Offshore-Stammtisch haben sich am Mittwoch rund 60 Vertreter aus der regionalen Wirtschaft in Aurich getroffen. Unter den Teilnehmern waren auch Vertreter der Initiative greentech OSTFRIESLAND. Gastgeber war diesmal die Firma Rolf Janssen Elektrotechnische Werke. Das Unternehmen ist für Kunden auf internationalem Gebiet in der Planung, Entwicklung und Fertigung komplexer elektrotechnischer Großanlagen an Land und auf See tätig.

Im Offshore-Sektor ist das Auricher Traditionsunternehmen ebenfalls aktiv: So wurde unter anderem eine große Offshore-Konverterplattform für die Werftengruppe Nordic Yards in Wismar (heute MV Werften) mit Niederspannungsanlagen durch Janssen ausgerüstet. Geschäftsführer Dieter Janssen zählte den Besuchern des Stammtisches viele weitere Geschäftsfelder und Beispiele auf.  Ein Schwerpunkt des Unternehmens ist die elektrotechnische Ausrüstung von Schiffen – mehr als 1650 waren es laut Janssen bisher, darunter auch High-Tech Kreuzfahrtschiffe der Papenburger Meyer Werft.

Einen Vortrag mit dem Titel „Offshore – Maintenance und Repair: Perspektiven für die Hochschulausbildung“ hielt Prof. Dr.-Ing. Jann Strybny vom Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden/Leer. Der Professor vertritt die These, dass die Instandhaltung und Reparatur von Offshore-Anlagen sich als ein zukunftsträchtiges Arbeitsfeld entpuppen wird. „Auf diesem Gebiet brauchen wir die Spezialisten aller etablierten Studiengänge – von Maschinenbau bis Logistik“, so Strybny. Er stellte ein Konzept für eine Zertifizierungsmaßnahme vor, die sowohl als studienbegleitende Vertiefungsrichtung als auch als Weiterbildung für geeignete Techniker und Meister der Region zur Verfügung stehen könnte. „Damit möchten wir unsere bestehenden Studiengänge sozusagen ,offshorisieren‘“, so Strybny.

Inhaltlich würde dabei unter anderem das nötige Wissen zur Sicherheit, zur Betriebsführung, zum Einsatz von Spezialschiffen und Tauchern oder zur Bauwerksinspektion vermittelt. Langfristig könnte das Angebot in Form eines Stipendiums finanziert werden, so Strybny. Firmen, die bei der Umsetzung mitwirken könnten, gebe es in der Region reichlich, ebenso das Maritime Kompetenzzentrum in unmittelbarer Nähe zum Leeraner Campus, wo zudem im kommenden Jahr die Bauarbeiten für das Maritime Technikum beginnen werden: „Wir sind den Offshore-Themen gewachsen.“

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