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Regionalforum 2016

Ressourcenschonung war Thema das Tages

Rund 100 Teilnehmer bei Regionalforum im Auricher EEZ

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Wolfgang Wrobel (UPW GbR, von links), Heinrich Ross (Hero-Glas), Sebastian Seger (AMF-Bruns), Hochschul-Präsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Hardwig Kuiper (Geschäftsführer der Trägergesellschaft des EEZ) und Markus Czeromin (Rücker)

Aurich – Die Netzwerkinitiative „greentech OSTFRIESLAND“ hat am Donnerstag zum zweiten Mal ein Regionalforum für interessierte Unternehmen veranstaltet. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Oktober vergangenen Jahres in Emden wurde diesmal im Auricher Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) vor und mit rund 100 Teilnehmern über Nachhaltigkeit und grüne Technologien gesprochen.

Das Thema der Veranstaltung lautete: „Ressourcen schonen – Kosten sparen“.

Gastgeber Hardwig Kuiper, Geschäftsführer der Trägergesellschaft des EEZ, zeigte sich erfreut über die Wahl des Veranstaltungsortes. Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer, bezeichnete das EEZ wie auch das benachbarte Unternehmen Enercon als „natürlichen Partner“ der Initiative.

Dass Ressourceneffizienz kein Selbstzweck, sondern ein notwendiger Schritt sei, um als Unternehmen auf Dauer erfolgreich und wettbewerbsfähig zu sein, war die Botschaft, die Wolfgang Wrobel vom Ingenieurbüro UPW aus Bad Zwischenahn in seinem Eröffnungsvortrag vermittelte.

Er unterstützt Firmen dabei, ihren Betrieb durch gezielte Maßnahmen effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Wichtig sei, die Qualität eines Produkts dabei in auf keinen Fall zu schmälern, so Wrobel.

Sebastian Seger, Entwicklungsleiter bei der AMF-Bruns GmbH & Co. KG aus Apen, gab den Teilnehmern einen Exkurs zum Thema „lean management“. Dahinter steckt die Strategie, Verschwendung auf ein Minimum zu reduzieren und mit der Wertschöpfung in optimalen Einklang zu bringen. Die AMF bedient die Sparten Fördertechnik und Hubmatik. Unter anderem konnten beide Bereiche durch eine Verkürzung der Produktionsstraßen deutlich optimiert werden.

Die Auricher Firmer Rücker hatte vor einigen Jahren ebenfalls eine gute, „grüne“ Idee. Im Betrieb fallen täglich mehr als tausend Kubikmeter warmes Abwasser an. Durch das Prinzip der kalten Fernwärme wurde aus der Last ein großer Nutzen: Über eine Wärmetauschstation wird aus dem rund 30 Grad warmen Wasser Energie gewonnen, mit der wiederum öffentliche Gebäude in Aurich beheizt werden, wie Markus Czeromin, Leiter Arbeitswirtschaft und Einkauf bei Rücker, erläuterte.

Der Glasbau-Unternehmer Heinrich Ross von der Firma Hero-Glas beschäftigt sich seit rund drei Jahren intensiv mit dem Thema Ressourceneffizienz im Betrieb. Erfolge habe man dabei unter anderem in Form einer Reduzierung der Durchlaufzeit sowie der Lieferzeit verbuchen können, so Ross. Nächstes Ziel sei die Umstellung der Markierung der Glasscheiben auf Lasertechnik.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eine Führung durch das EEZ zu machen und miteinander beim get together ins Gespräch zu kommen.

Die Netzwerkinitiative „greentech OSTFRIESLAND“ wurde auf Anregung der Hochschule Emden/Leer, der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) und der Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK) gestartet. Ziel ist es, die Region – aufbauend auf die bisherigen Aktivitäten – zu einer Modellregion für grüne Technologien zu etablieren.