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Forum Produktion Nordwest 2016

Wie grüne Technologien den Betrieb bereichern können

Hochschule bei Forum Produktion Nordwest in Aurich

Emden/Aurich – Rund 170 Teilnehmer haben in dieser Woche das Forum Produktion Nordwest im Auricher Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) besucht. Unter den 22 Ausstellern waren auch die Netzwerkinitiative greentech OSTFRIESLAND, der Wissens-, Technologietransfer der Hochschule Emden/Leer und die neue Technologietransferagentur Ostfriesland (TTAO). Veranstalter waren die Bündnisse Centers of Competence und Wachstumsregion Emsachse.

Nachdem die Schwerpunkte des umfangreichen Vortragsprogramms am Mittwoch beim Thema Industrie 4.0 sowie dem strukturoptimiertem Leichtbau lagen, standen am Donnerstag grüne Technologien und Lasertechnik auf dem Programm. Den Auftakt zur „Green Technology“-Session am Vormittag, moderiert von Hochschul-Mitarbeiter Joachim König-Pechmann, machte Theo Besgen von der BeoPlast Besgen GmbH aus Langenfeld im Rheinland. Er zeigte anhand zahlreicher Beispiele, wie sich grüne Technologien nach und nach sowohl in Produktionsprozesse und in das Produkt an sich, aber auch in den allgemeinen Betrieb integrieren lassen. Beoplast stellt Kunststoffteile her, die zum Teil bereits aus biobasierten Werkstoffen wie Zuckerrohr bestehen. Es ist zudem eines der ersten komplett CO2-frei produzierenden Unternehmen in Deutschland. „Umstellen kann jeder“, appellierte Besgen an die Zuhörer im EEZ, den grünen Wandel im eigenen Betrieb nicht zu scheuen.

Zum Thema Energieeffizienz im Produkt und in der Produktion bei Trailer-Transporten referierte Gerold Wenisch vom Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH aus Werlte. „Der Transport von Gütern ist das Lebenselixier unserer freien Marktwirtschaft“, so Wenisch. Um Prozesse zu optimieren und damit effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, sei es unerlässlich, dass auf entscheidende Verbrauchsdaten zugegriffen werden könne, diese also erst einmal als Kennzahlen aufgebaut würden. Unter anderem könnten so Kühlzeiten besser kontrolliert und optimiert werden.

Ein Projekt, in das auch die Hochschule Emden/Leer mit eingebunden ist, wurde ebenfalls am Donnerstag vorgestellt. HEWIS ist Bestandteil des deutsch-niederländischen Projekts MariGreen, das sich mit dem Thema Green Shipping befasst und in zwölf Teilprojekte gegliedert ist. Ekkehard Nowara von der abh Ingenieur-Technik GmbH aus Emden erklärte, wie die Installationen in einem Offshore-Windpark durch die Optimierung eines Serviceschiffs (Offshore Construction Supply Feeder Vessel) durch unterschiedliche Maßnahmen effizienter gestaltet werden können. Unter anderem wurde die Ladekapazität des Projekt-Schiffes im Vergleich zu herkömmlichen Serviceschiffen um mehr als das Doppelte erhöht. Die Hochschule ist unter anderem im Bereich der Simulationen in dem Projekt aktiv.

Dr. Thomas Schüning, Vorstandsvorsitzender der Centers of Competence und Mitarbeiter der Hochschule Emden/Leer, zeigte sich mit der Resonanz auf das mittlerweile dritte Forum Produktion sehr zufrieden. „Wir haben die Teilnehmerzahl steigern können und viele neue Firmen dabei gehabt“, so Schüning.